Ratgeber

Botulinumtoxin

Botox zum ersten Mal: Tut das weh und wie läuft es ab?

Von Dr. med. Bugrahan Bacara · 3 Min. Lesezeit

Die meisten beschreiben die Einstiche als kurzes Pieksen, gut auszuhalten. Die Behandlung selbst dauert meist nur wenige Minuten. Davor steht ein ausführliches Gespräch, danach kannst du in der Regel direkt zurück in deinen Alltag. Die erste Wirkung siehst du nach zwei bis drei Tagen, das volle Ergebnis nach etwa zwei Wochen.

Aufgeregt? Das ist normal

Fast alle, die zum ersten Mal kommen, sind ein bisschen nervös. Die Fragen sind meistens dieselben: Tut das weh? Sieht man das danach? Und sehe ich hinterher noch aus wie ich?

Wir gehen den Termin hier einmal Schritt für Schritt durch. Dann weißt du, was dich erwartet.

Vor dem Termin

Ein paar Dinge helfen, damit weniger blaue Flecken entstehen:

  • Trink am Tag vorher und am Behandlungstag möglichst keinen Alkohol.
  • Komm am besten ungeschminkt, zumindest an den Stellen, die behandelt werden sollen.
  • Wenn du blutverdünnende Medikamente nimmst, setz sie bitte nicht eigenmächtig ab. Sag es uns, dann besprechen wir das.

Plan den Termin außerdem nicht direkt vor ein wichtiges Ereignis. Das volle Ergebnis siehst du erst nach etwa zwei Wochen. Gib dir diese Zeit.

Das Gespräch

Bevor irgendetwas passiert, reden wir. Wir fragen nach Vorerkrankungen, Medikamenten, früheren Behandlungen und danach, ob eine Schwangerschaft möglich ist oder du stillst. Das ist keine Formalie. Manche dieser Punkte entscheiden, ob wir überhaupt behandeln.

Dann geht es um dich: Was stört dich? Was möchtest du auf keinen Fall? Wir schauen uns deine Mimik an, wenn du die Stirn runzelst, lachst oder staunst. Und wir sagen dir ehrlich, was realistisch ist. Manchmal ist die Antwort auch, dass Botulinumtoxin nicht das Richtige für dich ist. Wann eher Hyaluron passt, erklären wir in Botox oder Hyaluron.

Die Behandlung Schritt für Schritt

  • Reinigen und Desinfizieren. Die Haut wird gründlich gesäubert.
  • Markieren. Wir legen die Punkte fest, an denen gespritzt wird. Bei der Zornesfalte sind das meist nur wenige.
  • Spritzen. Mit einer sehr feinen Nadel wird eine kleine Menge in den Muskel gegeben. Pro Punkt dauert das nur Sekunden.
  • Kühlen. Wer möchte, bekommt danach etwas zum Kühlen.

Die Behandlung selbst dauert meist nur wenige Minuten. Das Gespräch davor dauert länger, und das ist gut so.

Tut es weh?

Ehrlich: Es piekst. Die meisten beschreiben es als kurzes, gut auszuhaltendes Stechen, ähnlich wie ein Mückenstich. Manche Stellen sind etwas empfindlicher als andere. Eine Betäubung brauchen die allermeisten im Gesicht nicht.

Wenn du große Angst vor Spritzen hast, sag es uns vorher. Dann nehmen wir uns mehr Zeit, und du kannst die Behandlung im Liegen bekommen.

Direkt danach

An den Einstichstellen siehst du für eine Weile kleine Quaddeln und eine leichte Rötung. Meist sind sie nach einer halben Stunde kaum noch zu sehen. Ein blauer Fleck ist möglich.

Du kannst danach in der Regel zurück zur Arbeit oder einkaufen gehen. Für die ersten Stunden gibt es ein paar einfache Regeln, etwa nicht hinlegen und keinen Sport. Die findest du in Was solltest du nach Botox beachten?.

Wann du etwas siehst

Am Behandlungstag siehst du noch nichts. Das ist normal. Die erste Wirkung zeigt sich nach zwei bis drei Tagen, das volle Ergebnis nach etwa zwei Wochen. Wie lange es danach anhält, steht in Wie lange hält Botox?.

Die Nachkontrolle

Beim ersten Mal sehen wir dich gern nach etwa zwei Wochen wieder. Dann schauen wir gemeinsam, ob alles so wirkt, wie es soll. Ist eine Seite etwas stärker als die andere, lässt sich das meist mit einer kleinen Menge ausgleichen. Und wir lernen, wie dein Körper reagiert. Das hilft beim nächsten Mal.

Was wir vorher klären

Eine Behandlung mit Botulinumtoxin ist ein ärztlicher Eingriff. Wir behandeln nur Erwachsene und nur nach einem Aufklärungsgespräch, in dem wir auch über mögliche Nebenwirkungen sprechen. Was die Behandlung kostet und warum es dafür keine Festpreise gibt, erklären wir in Was kostet eine Behandlung?. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Noch gefragt

Tut eine Botox-Spritze weh?
Es piekst kurz. Die meisten beschreiben es als gut auszuhalten, ähnlich wie einen Mückenstich. Eine Betäubung ist im Gesicht meist nicht nötig.
Wie lange dauert eine Botox-Behandlung?
Die Behandlung selbst dauert meist nur wenige Minuten. Beim ersten Mal nehmen wir uns für das Gespräch davor deutlich mehr Zeit.
Was sollte ich vor Botox vermeiden?
Am Tag vorher und am Behandlungstag möglichst keinen Alkohol. Blutverdünnende Medikamente bitte nicht eigenmächtig absetzen, sondern mit uns besprechen.
Sieht man direkt nach Botox, dass ich behandelt wurde?
Kurz danach siehst du kleine Quaddeln und eine leichte Rötung. Meist sind sie nach einer halben Stunde kaum noch sichtbar. Ein kleiner blauer Fleck ist möglich und lässt sich abdecken.
Kann ich danach zur Arbeit?
In der Regel ja. Du solltest nur in den ersten Stunden aufrecht bleiben und am Behandlungstag auf Sport verzichten.

Botox bei uns in Bünde

Ob und wie etwas zu dir passt, lässt sich seriös nur im Gespräch klären. Wir nehmen uns die Zeit dafür. Auch wenn am Ende herauskommt, dass wir dir abraten.

Das könnte dich auch interessieren

Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt kein ärztliches Beratungsgespräch. Ob eine Behandlung für dich infrage kommt, hängt von deiner Vorgeschichte, deinen Medikamenten und deinem Befund ab. Das klären wir persönlich. Stand: 2.10.2026